Digitale Effizienz für KMU: Was der Digital Hack in Thun gezeigt hat

Digitalisierung ist kein Projekt für später, sondern muss Schritt für Schritt angegangen werden. Der Digital Hack in Thun lieferte konkrete Impulse, wo KMU ansetzen können.

Digitalisierung steht bei vielen KMU auf der Liste. Aber als eines von vielen Themen benötigt es Zeit, Geld und vor allem auch einen Überblick, was für Tools und Systeme funktionieren und wo es mehr heisse Luft als Substanz ist. Genau hier setzt der Digital Hack an.

Seit etwas über einem Jahr ist DigitalBern mit der Veranstaltungsreihe Digital Hack unterwegs. In dieser Zeit wurden 8 Digital Hacks und 2 Webinare mit über 600 Teilnehmenden durchgeführt. Das zeigt zweierlei: Der Bedarf ist da. Und mit den eigenen Fragen ist man ganz sicher nicht allein. Am Digital Hack vom 15. Juni 2026 im Kino REX in Thun brachten drei Referate einen Einblick, wie Digitalisierung in der Praxis funktioniert.

Mitarbeitende als Treiber der Automatisierung

Moritz Maier, Professor for Process Digitalization & Automation an der BFH, zeigte, dass in vielen Betrieben bereits heute inoffizielle Automatisierungen laufen, gebaut von engagierten Mitarbeitenden. Dieses Potenzial ist kein Risiko, sondern eine Chance. Entscheidend ist eine Unternehmensstruktur, die befähigt, aber auch kontrolliert. Mit einfachen Übersichten, klaren Zuständigkeiten und einem Vier-Augen-Prinzip gelingt der Schritt. Wer das nicht regelt, riskiert, dass das Wissen mit dem Mitarbeitenden das Unternehmen verlässt.

KI-Agenten dort einsetzen, wo sie wirklich helfen

Andrea B. Roch, Geschäftsführerin und Inhaberin der business4you AG, machte deutlich, wo KI-Agenten den grössten Nutzen entfalten. Wo klassische KI-Assistenten wie ChatGPT oder Claude Antworten liefern, führen KI-Agenten vordefinierte Aufgaben in mehreren Schritten selbstständig aus. Der grösste Nutzen entsteht dort, wo Mitarbeitende heute noch viel Zeit mit Suchen, Abstimmen, Nachfassen und Dokumentieren verbringen, etwa bei Offerten, Kundenanfragen oder der Übergabe vom Verkauf in den Innendienst. Entscheidend bleibt dabei die Zusammenarbeit von Mensch und KI. KI-Agenten entlasten im Alltag, während Menschen weiterhin priorisieren, entscheiden, Vertrauen aufbauen und Kundenbeziehungen stärken.

Vom Papier zu Copilot, der KMU-Weg in die digitale Zukunft

Andrea Zimmermann, CEO der ISTinox AG, schilderte den eigenen Unternehmensweg vom Papier zu Copilot. Was von Anfang an ein ambitioniertes Ziel war, benötigt in der Praxis Zeit und die Bereitschaft, die eigenen Strukturen zu überdenken und zu priorisieren. Die Bandbreite im Wissen der Belegschaft ist breit. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, alle Mitarbeitenden auf dem Weg mitzunehmen. Schritt für Schritt wird daraus echte Veränderung. Ihre Botschaft war eindeutig: Nicht auf den perfekten Moment warten. Wer heute beginnt, ist morgen im Vorteil.

Nächster Digital Hack am 26.08.2026 in Stettlen

Der nächste Digital Hack findet am 26. August 2026 in Stettlen statt. Wer konkrete Impulse für den eigenen Betrieb sucht, ist dort richtig. Programm und Einladung folgen in Kürze. Melden Sie sich bereits jetzt an.

Über DigitalBern

DigitalBern ist die zentrale Anlaufstelle für Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Kanton Bern. Das Ziel ist, lokale KMU, öffentliche Institutionen und Bildungseinrichtungen zu vernetzen und die digitale Transformation voranzutreiben. Die Veranstaltungsreihe Digital Hack ist ein konkreter Ausdruck davon: praxisnah, regional verankert und auf die Bedürfnisse von KMU ausgerichtet. Getragen wird DigitalBern von Berner KMU, BFH, CEP, digitalswitzerland und WIBS.