Nachfolge ist kein Wunschkonzert – sondern ein Projekt unter Marktbedingungen

Unternehmensnachfolge wird in vielen KMU oft zu spät und zu wenig strukturiert angegangen. Sie ist jedoch kein nachgelagertes Thema, sondern ein unternehmerisches Projekt, das sich an Markt, Finanzierung und Umsetzbarkeit messen lassen muss. Wer früh beginnt, schafft Optionen. Wer wartet, verliert sie.

Bevor Sie tiefer in die strategischen Aspekte der Nachfolgeplanung eintauchen: Gemeinsam mit v.FISCHER INVESTAS lädt der Gewerbeverband Berner KMU zu einer exklusiven Paneldiskussion ein. Wenn Sie die offizielle Einladung sowie weiterführende Informationen erhalten möchten, können Sie sich hier direkt registrieren.

Nachfolge erfolgreich gestalten: Drei Säulen für die Umsetzung unter Marktbedingungen

Der demografische Wandel prägt den Nachfolgemarkt zunehmend. Bis 2034 scheiden deutlich mehr Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Erwerbsleben aus, als neue nachkommen. Gleichzeitig nehmen klassische familieninterne Nachfolgen ab, während Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Unternehmen früher verkaufen als noch vor wenigen Jahren. Dadurch entsteht ein Angebotsüberhang und somit ein Käufermarkt.

Auch die Finanzierung ist anspruchsvoller geworden. Seit dem Wegfall der Credit Suisse hat sich der Wettbewerb im Kreditmarkt reduziert. Banken prüfen Transaktionen deutlich strenger und stellen höhere Anforderungen an Struktur, Transparenz und betriebswirtschaftliche Fundierung. Fremdkapital ist vorhanden, jedoch nicht mehr selbstverständlich.

Gleichzeitig treten vermehrt kleinere schweizer wie auch aus dem benachbarten Ausland stammende Finanzinvestoren und -investorinnen (Private Equity) auf. Sie interessieren sich nicht nur für grössere KMU, sondern je nach Branche auch für Kleinunternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitenden oder vereinzelt sogar für Mikrounternehmen. Damit erweitern sie den potenziellen Käuferkreis und schaffen zusätzliche Handlungsoptionen, etwa bei internen Nachfolgelösungen oder Management-Buy-outs.

Aus erfolgreichen Transaktionen lassen sich drei zentrale Vorbereitungsschritte ableiten:

  1. Operative Nachfolge und Führungsstruktur klären
    Entscheidend ist, dass Unternehmen operativ weitergeführt werden können. Dazu gehören klare Verantwortlichkeiten, funktionierende Entscheidungsstrukturen und die Reduktion der Abhängigkeit vom Inhaber oder von der Inhaberin im Tagesgeschäft. Sei es mit internen Führungskräften oder realistisch verfügbaren externen Lösungen. Investiert wird nicht in Einzelpersonen, sondern in tragfähige Teams.
  2. Buchführung mit betriebswirtschaftlicher Sicht
    Steueroptimierte Abschlüsse sind legitim, für Bewertungen aber unzureichend. Wichtig ist eine nachvollziehbare betriebswirtschaftliche Rechnung. Dazu gehören eine saubere Normalisierung, Transparenz über Investitionen und Klarheit, welche Bereiche und Produkte tatsächlich rentabel sind.
  3. Nachfolge als Projekt managen
    Ein Unternehmensverkauf ist kein Nebenprojekt. Die strukturierte Käufersuche, die Aufbereitung der Zahlen sowie die steuerliche und rechtliche Vorbereitung erfordern konsequentes Projektmanagement, insbesondere im Umgang mit professionellen Investorinnen und Investoren.

Lösungswege für Ihre Nachfolge: Jetzt informieren und anmelden

Gemeinsam mit v. FISCHER INVESTAS lädt der Gewerbeverband Berner KMU zu einer Paneldiskussion ein. Dabei werden reale Transaktionen vorgestellt und über praxisnahe Lösungswege zum Thema Nachfolgeplanung gesprochen.

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